Sonntag, 18. November 2018

Planfisch-Kalender 2019 – Pre/Review Vol.3

Pre/Review Vol.3
Die Kalender-Motive in den Augen der Macher…

September S.V.
September S.V. – „Odalisque“
Angelehnt an die Optik des Jugendstils geht es sexy und verspielt-ornamental blumig weiter im September mit dieser Finelinerzeichnung.



September D.P.
September D.P. – „Rendezvouz bei NB/2567-G“
Man nehme eine Prise Stealth-Bomber, zuviel Star Trek, etwas Raumpatrouille Orion und schüttele alles kräftig durch. Heraus kam eine Variation eines Langzeitprojekts aus der Fischplan-Blog-Rubrik „Ausflüge in die Dreidimensionalität“, welches auch erst vor kurzem fertig wurde und wie gewohnt keinen interessierte. Immerhin brechen sich die Blicke an Formen und Farben

 
Oktober S.V.
Oktober S.V. – „Heiligenschein?“
Himmel und Hölle – sofern man dran glaubt – liegen beide näher beieinander, als man glaubt. Licht und Schatten verschwimmen mitunter, wechseln gar die Seiten und narren die Wahrnehmung. Ein Kreuzstab als Spiegel dieser Diffusion, treibt es auf die Spitze und der Teufel schaut dir selbst ins Antlitz…


Oktober D.P.
Oktober D.P. – „Konversationen“
Hol mal schnell das Spray! Wir haben wieder Ungeziefer! Riesige Motten!
Mehr will mir dazu nicht einfallen. Außer, daß es schön Schwarz auf Weiß ist und mit einem symmetrischen Bildaufbau spielt, der genauer betrachtet eher als chaotisch bezeichnet werden darf…



November S.V.
November S.V. – „Fledermaus“
Angelehnt an das Motiv „La Femme Chauve-Souris“ von Albert Joseph Pénot, flattert der November durchs Land an die Wand. Und nicht nur, weil das Originalmotiv so schön ist und Fledermäuse sowieso, ist es einfach eine interessante, mysteriöse und wundervolle Geschichte, die sich beim Betrachten entspinnt.


November D.P.
November D.P. – „Sacramenthol“
Ich schweige mich mal aus, wenn es um Erklärungen zum Bildinhalt geht. Kann jeder denken, was er oder sie will. Oder ein heiliges Mentholzigarettchen dabei quarzen… Das Originalbild ist jedenfalls mit Kugelschreiber gezeichnet, mit Buntstift ergänzt und ist nochmal nachgefärbt und hie und da ergänzt worden durch andere Kugelschreiberzeichnungen späteren Datums.


Dezember S.V.
Dezember S.V. – „Wintersonne“
Der Winter wird kalt und es wird Zeit sich warme Gedanken zu machen. Ich schließe das Jahr künstlerisch mit dem Kontrast zwischen frostig-kühler Stimmung und einer roten Wintersonne ab.


Dezember D.P.
Dezember D.P. – „Endbetrachtung“
Morgen kommt (noch) nicht der Weihnachtsmann. Und so heißt es „Obacht!“ bei allen, die um Einlass bitten… Mein letztes Bild zeigt auf jden Fall nicht den Weihnachtsmann und auch nicht den Osterhasen und ist hervorragend als Jahresabschluss für all diejenigen geeignet, denen der scheinheilige Klimbimm zur Adventszeit gehörig auf den Keks geht und die lieber optimistisch das Vergangene hinter sich lassen.


Preisfrage am Ende: Soll es für 2020 auch einen Kalender geben…?

(S.V. & D.P.)

Samstag, 17. November 2018

Talentfreiheit. [62]

Harmonisierte Vorschriften.
Mit der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller, Inverkehrbringer oder EU-Bevollmächtigte gemäß EU-VO 765/2008, „daß das Produkt den geltenden Anforderungen genügt, die in den Harmonisierungsrechtsvorschriften der Gemeinschaft über ihre Anbringung festgelegt sind.“ (Wikipedia)

CE heißt nicht „China Export“!
CE heißt nicht „Cäsars Eiter“!
CE heißt nicht „Certified Efficancy“!
(D.P.)

Donnerstag, 15. November 2018

Planfisch-Kalender 2019 – Pre/Review Vol.2

Pre/Review Vol.2
Die Kalender-Motive in den Augen der Macher… 

April S.V.
April S.V. – „handgemacht“
Der April kommt wieder blumig-floral-ornamental und reichlich verspielt daher. In meinen Augen natürlich vollkommen unschuldig. Aber wer darin etwas anderes sieht, hat eindeutig zu viele zweideutige Gedanken…


April D.P.
April D.P. – „savoir-vivre“
Die drei wichtigen „K“ im Leben werden hier vereint: Kaffee, Kippe, Kurven. Zusammengefügt ist das Bild aus insgesamt 4 verschiedenen Zeichenabschnitten ein und des selben Motivs. Indem ich immer mehr Details und Schraffierungen hinzugefügt habe, konnte ich die Schichten ineinander montieren und mit allerlei Texturen und Farben versehen, ohne dabei den skizzenhaft-schludrigen Charakter zu verlieren. Wirkt unterm Strich improvisiert und flüchtig und vom Motiv her betrachtet irgendwie auch französisch. Darauf erstmal einen Kaffee und ne Kippe…


Mai S.V.
Mai S.V. – „Kopfsache“
Der Rohrschach-Test lässt herzlich grüßen – aber auch nicht wirklich, da die mit Tusche gezeichneten, totenköpfigen Tentakelwesen mit ihren Stachelkronen nicht perfekt gespiegelt sind.


Mai D.P.
Mai D.P. – „Ampel“
Bei Rot musst du stehn, bei Grün darfst du gehn. Und bei Gelb? Wer weiß?! Immerhin kombiniere ich auf diese Art drei Kugelschreiberzeichnungen miteinander, die sonst nichts gemeinsam haben, außer ihre kreisrunde Grundform. Wirkt so schön plakativ und offenbahrt bei näherer Betrachtung die vielen kleinen, verborgenen Details.



Juni S.V.
Juni S.V. – „Papaver somniferum“
Schon wieder weniger eindeutig als zweideutig! In Blüten, Blumen und Knospen seh ich immer „etwas mehr“, obwohl es sich hier eigentlich ja auch nur um die Gewinnung des Schlafmohn-Saftes handelt…



Juni D.P.
Juni D.P. – „A/O“
Hach ja. Die Eigenheiten und reduzierten Gestaltungsvorgaben klassischer russischer bzw. sowjetischer Plakatkunst der frühen 20er Jahre stand hier wieder mal Pate. Ich habe lange hin und her probiert, welche Farbanordnung und -kombination hier am vorteilhaftesten wäre, um mich dann letztenendes für viel Schwarz, viel Rot und wenig Licht zu entscheiden. Das hebt das Motiv auf eine andere Ebene ohne den kurvenreichen Inhalt komplett zu verfremden.



Juli S.V.
Juli S.V. – „Beinkleider“
Schöne Beine! Und Blumen und Blüten machen sich auch als Kleid ganz schön. So werden Po und Beine spielerisch eingefasst und der Blick darf sich weiden…


Juli D.P.
Juli D.P. – „Trinity“
Im Juli 2019 jährt sich zum 74. mal das „Jubiläum“ der ersten Nuklear-Explosion überhaupt, die diesen Planeten nachhaltig verändern sollte. In der Wüste von Nevada wurde im Rahmen des Trinity-Tests das „Gadget“ gezündet und Oppenheimer zitierte etwas verzerrt aus der Baghavad Gita. Der Rest ist traurige Geschichte und ich für meinen Teil ließ es kryptisch angehen und kombinierte wild Finelinerzeichnungen zu einem schrillen Machwerk zusammen. Wer versteckte Botschaften und einen Schreibfehler findet, darf sich stolz auf die Brust schlagen.


August S.V.
August S.V. – „Falter“
Fabelwesen aus Flügeln von Motten und Schmetterlingen. Ich mag diese verwunschenen und mysteriösen Flattertierchen, diese Geschöpfe der Nacht eben. Grundlage des Motivs ist eine reich geschmückte Finelinerzeichung, die ich invertiert habe mittels Bildbearbeitung und in neuen Kontext gestellt habe. Minimaler Aufwand – maximale Wirkung!


August D.P.
August D.P. – „-,25 €“
Man könnte es einen Spleen nennen, aber derzeit verfremde ich gern alltägliche Symbole. Oder anders ausgedrückt: Ob Grüner Punkt oder CE-Zeichen – alles muss dran glauben und wird gefüllt mit dubiosen Strukturen und Formen. Und eines dieser Motive war das Einwegpfandsymbol, das hier mit einer Figurengruppe kombiniert wird, die der eine oder andere vielleicht schonmal an anderer Stelle gesehen hat. 


Letzter Teil folgt in Kürze…

(S.V. & D.P.)

Samstag, 10. November 2018

Talentfreiheit. [61]

ON/OFF – oder: Schalt mich ein, schalt mich aus. 
Strichmännlein sah kränklich aus.
Ich vernahm letztens beiläufigen Argwohn, daß ich wohl sehr viel mit Shotophop meine Machwerke aufhübschen würde. Stimmt! Haste recht du blitzmerkende dumme Sau! Ich bin so miserabel mit Kugelschreiber und Buntstift unterwegs, daß ich ohne digitale Nachbearbeitung nur beschränkten Müll produziere, der nach einem 5jährigen Kritzelkasper von der Klippschule aussehen würde. Die Beweisführung ist nachstehend kurz dargestellt. Und bevor ich weiter rumschmiere, setz ich mich nochmal in den Sandkasten und kack den Zweiflern gehörig auf ihre hübschen Sandburgen…

Freitag, 9. November 2018

Planfisch Kalender 2019 – Pre/Review. Vol.1

Pre/Review. Vol.1
Die Kalender-Motive in den Augen der Macher… 

Titelbild 2019.
Titelmotiv.
Einfach und simpel ist angesichts der mitunter komplexeren Inhalte doch am Besten –so oder so ähnlich dachte es sich D.P. bei der Gestaltung des Titels. Auf Grundlage von flott geschossenen Portraitfotos zwei vektorgrafiken erstellt und noch etwas mit Texturen gespielt – Fertig!


Zusatzmotiv S.V.
Zusatzmotiv S.V.
Ich, wa!? Kurz und knapp mit Fineliner: ein exklusiver vlach’scher Einblick – oder eine Art Selbstbetrachtung bei meiner Lieblingsnebentätigkeit – dem Füllen des Skizzenblocks!


Zusatzmotiv D.P.
Zusatzmotiv D.P.
Ach was? Farbe? Und alles durcheinander? Ja!
So chaotisch wie viele meiner Gedankengänge ist auch mein Zusatzmotiv gestaltet. Ein bunter Blumenstrauß verschiedenster Talentfreiheit-Bildbeiträge der Jahre 2017 und 2018 durcheinandergewirbelt. Das hätten alles eigene Kalender-Motive werden können, wenn ich 4 Hände, einen schnelleren Rechner und einen 48h-Tag hätte…


Januar S.V.
Januar S.V. – „Rostrum“
Ein mit Fineliner ausgeführtes, vogelähnliches düsteres Fabelwesen, fast schon ikonenhaft mit „barocker“ Halskrause und gefiedertem Schädelschmuck. Diese Art von Mischwesen und Phantasiegeschöpfen mit befremdlichen Elementen in schrägen Kombination mag ich sehr und zeichne ich sehr gerne. Man verliert sich förmlich im Ornament und stellt feinsten Strukturen flächige gegenüber.


Januar D.P.
Januar D.P. – „in fahlem Mondlicht“
Zwei Mademoiselles bitten zum morbiden Tänzchen bei Mondenschein. Da auch in Entstellung etwas Ästhetisches zu finden ist, behält das Motiv den morbiden Charme der originalen Zeichnung bei und wird ergänzt durch etwas pseudoreligiöse Bildsprache mit reduziertem Farbakzenten und eingearbeiteten Strukturen von faserigem Packpapier.


Februar S.V.
Februar S.V. – „Venus“
Ich liebe ja Blumen und diese nach echten Vorlagen mit Fineliner realistisch zu zeichnen, um sie dann surreal und subtil zu verfremden. Ich höre noch Kollegen D.P. schlüpfrige Bemerkungen machen…


Februar D.P.
Februar D.P. – „ins Blaue“
Tja, ja. Sciencefiction mein Herzblut, Raumschiffe meine Leidenschaft. Etwas von diesem, etwas von jenem und ganz viel von diesem einen, das jeder kennt und alles im Stil einer Blaupause schön aufgehübscht. Volle Kraft voraus!


März S.V.
März S.V. – „gehörnt“
Hörner und Geweihe – eine ganz besondere Leidenschaft von mir! Keine Ahnung, warum aber wieder in surrealer Kombination. Der schmuck ist zur Verstärkung des Kontrasts ausgeführt mit Goldmarker, der Rest ist schwarzer Fineliner. Dies verleiht dem Motiv eine anheimelnde, abendliche, ja sogar mystische Stimmung.


März D.P.

März D.P. – „Abrakadavra“
Bei der Betrachtung einer eher schlechten als rechten Reproduktion Dürers „Ritter, Tod und Teufel“ kam mir die Idee, ein ähnliches Motiv umzusetzen. Zwar reiche ich nicht annähernd an des Meisters Können heran und wer bei mir Ritter, Tod oder Teufel sein soll, bleibt auch unklar – aber Hauptsache der morbide Charme ist vergleichbar. 


Wird fortgesetzt…

(S.V. & D.P.)

Sonntag, 21. Oktober 2018

Talentfreiheit. [60]

Buletten!
Man nehme 500g Hackfleisch (halb und halb), zwei Eier, zwei feingeriebene Möhren, ein feingeriebenes Eck Knollensellerie, zwei feingewürfelte Zwiebeln, eine halbe Tasse Semmelbröseln, großzügig Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Knoblauchgranulat und verknete alles kräftig zu einer geschmeidigen Masse. Dann formt man kleine Hackbällchen draus und heizt die Pfanne an. Wenn diese schön heiß ist, gibt man eine ordentliche Ladung Öl hinein und brät die kleinen feinen Buletten von beiden Seiten etwa 3 bis 5 Minuten bei abgedeckter Pfanne schön durch. Guten Appetit! 

Dazu passen Kartoffeln…
…oder Reis…
…mit Mischgemüse…
…oder Salat.
(D.P.)

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Ausflüge in die Dreidimensionalität. [56]

„Jetzt endlich mal fertig werden…!“

Kennen Sie Sonnenscheiße?

Geschafft! Hatte schon keinen Bock mehr darauf. Auch wenn das Teil sich sehen lassen könnte. Stilistisch sehr kantig geraten und basierend auf 30°-Winkelanordnungen, wirkt das Vehikel dynamisch und beweglich. Ich würde es jedem selbst überlassen den Spaß einzuordnen – StarTrek® ist das nicht mehr. Schon eher in Richtung Raumpatrouille 3.0 wegen der Farblosigkeit und der Strenge in der Formgebung. Denn wie ich so oft zu sagen/zu schreiben pflege: „Weniger ist meistens mehr!“
Zu gegebenen Zeitpunkt lass ich noch ein paar weitere Spielereien folgen, die mit Licht und Schatten die Augen verzaubern sollen. Jetzt steht mir der Sinn nach was anderem… zum Beispiel Ausspannen, Seele baumeln lassen und über neues Zeug nachdenken. 


Dienstag, 9. Oktober 2018

Talentfreiheit. [59]

„Du olle Schlampe!“
Schön ist sicherlich anders, aber eine räudige Packpapierstruktur harmoniert perfekt mit dem schlusig-schlampigen Kriekelkrakel-Dreierlei, was heute hier präsentiert wird. Je länger man hinsieht, desto mehr verschmilzt alles zu einer wunderbaren Packpapierfantasie – perfekt, um stinkeligen Käse einzuwickeln oder ein halbes Pfund Gehacktes transportfertig zu umschließen. Das ergibt zwar alles keinen Sinn, aber das muss es ja auch in unseren angestrengten Zeiten nicht… Mahlzeit!

Vorne ist da, wo die anderen sind…
Hinten ist dort, wo es auch schön sein kann…
Kommen Sie auf die andere Seite – hier sieht es anders aus…
(D.P.)