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Dienstag, 6. Dezember 2016

Von drauß vom Walde komm ich her…

…es weihnachtet irgendwie noch gar nicht so richtig.
Als Kind fragte ich mich immer mal zwischen Nugatzapfenvertilgen und Schokoladenhohlkörperauswickelei, wo denn der Unterschied zwischen Knecht Ruprecht, dem Nikolaus und dem Weihnachtsmann liegt. Brachten denn nicht alle irgendwas vorbei und wirkten diese Kostümierten nicht alle bis zu einem bestimmten Alter eher bedrohlich denn nett? Was musste ich ausstehen, als meine Oma den Weihnachtsmann spielte und ich als pupsblondgelockter Knabe beim Anblick der zu DDR-Zeiten im Handel erhältlichen Larve, die so gar nicht nach Weihnachtsmann aussehen wollte und sogar die traumatisierende Wirkung der Maske eines Michael Myers in den Schatten stellte, in Panik geriet und weinen musste?! 
Daß Knecht Ruprecht der finstere Gehilfe vom Nikolaus sein soll, ist mir heute klar. Daß der Weihnachtsmann nur eine Weiterentwicklung des Nikolaus ist auch. Und dennoch hat gerade der nach heutigen Maßstäben eher schlecht als recht kommerziell verwertbare Knecht Ruprecht für mich einen gewissen Reiz erhalten. Es ist das eher urwüchsige Finstere und die Furcht vor der Strafe, die den sinistren Sidekick des schillernden St.Nikolaus viel faszinierender erscheinen lassen, als ewig debil vor sich hin grienende, Ho-ho-ho-blökende und womöglich noch im Zuckerwasserlaster herangekutschende Weißbartträger in kitschiger Tracht. Knecht Ruprecht hat Charakter und deshalb hab ich mein festes Schuhwerk kräftig gewichst und war auch sonst immer brav…

Kaffee und Kuchen, statt Milch und Kekse!

(D.P.)

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Geisterstunde.


Süßes oder Scharfes...
Kürbisschnitzen als Erholungsmaßnahme.

Da mich seit ein paar Tagen eine Herbst-Grippe plagt, habe ich ein paar Gänge heruntergeschaltet und versuche mich zu erholen. Förderlich dabei sind Abwechslung, frische Luft und leichte kreative Tätigkeiten. Und weil Halloween naht, lag nahe, die noch herumstehenden Kürbisse aus elterlichen Gartenanbau zu Deko-Zwecken umzugestalten. Denn Halloween (und der Herbst im Besonderen) ist auch immer irgendwie Bastel- und Dekorationszeit! Und so habe ich also in Ruhe den Rundlingen einen Deckel verpasst, die Kerne entfernt und das Fleisch herausgekratzt. Das Schnitzen selbst ging flott und leicht. Zur Abrundung und natürlich optimalen Geisterabwehr stellte ich noch ein Teelichte bzw. Kerzen in die Kürbisse und drappierte meine Werke auf dem Balkon. Die Dämonen der Nacht können ruhig kommen…
Ach ja: aus dem herausgekratzten Kürbisfleisch kochte ich noch ein gesundes Süppchen – raffiniert verfeinert mit ordentlich Knoblauch, Ingwer und Chili. Lecker!


Huibuuuh!
(S.V.)

Donnerstag, 21. Mai 2015

Welle, Goten und Zusammenkunft.

Abgedroschene Floskel Nr. 24: "Alle Jahre wieder…"


Die Geschmacksgrenzen bleiben gerade zu Pfingsten unangetastet!
Pfingsten steht vor der Türe – zusammen mit allerlei schwarz bis bunt gewandeten Gestalten. Denn es ist WGT-Zeit. Für ein überlanges Wochenende werden sie wieder Geschlechts- und mitunter Geschmacksgrenzen überschreitend Leipzigs Straßen schmücken: Ost- & Westgoten aller Himmelsrichtungen, Blech-Lack-Leder-Gummi-KunstfaserfetischistInnen, Pummelelfen /-zwölfen, SchwampelrockfreundInnen, Bleichgesichter, ExtremfrisurenträgerInnen, ExhibitionistInnen und die üblichen MitläuferInnen...es gibt also ordentlich was zu gucken, zu hören und (wer es mag) zu empören! Wir wünschen in diesem Sinne viel Spaß dabei!

(S.V. & D.P.)

Donnerstag, 14. Mai 2015

Schnap(s)schüsse.

Himmelfahrtskommando.

Es ist Feiertag. Himmelfahrt. Früher auch Vatertag. Mittlerweile zum Männertag erweitert für all die, die nach eigenem Bekunden schon Manns genug sind und diejenigen, die es werden wollen oder bleiben müssen oder was auch immer. Um ein echter Mann zu sein, braucht es ein ordentliches Spirituosenfassungsvermögen, Schreihalsigkeit und ein vermindertes Schamgefühl. Ich mache wohl was falsch...?! Na dann Prost! Auf diese Erkenntnis erstmal n'Bier...
Und weil Feiertag ist, ging es raus an die frische Luft zum Schnapsleichengucken und Beinevertreten – und natürlich sind Schnap(s)schüsse entstanden – garantiert frei von Bollerwagen und Erbrochenem...


Flieder wieder...

Frömmelei.

Mottette...

Aua, Aue!
Flowerpower.
(D.P.)

Montag, 27. April 2015

Welt-Grafiker-Tag 2015

Handarbeit!

Heute, am 27. April 2015 ist Welt-Grafiker-Tag und was liegt da näher als selbst mal wieder Hand anzulegen und grafisch zu arbeiten! Natürlich – dem Anlass angemessen – analog und frei von digitalem Firlefanz.
Da ich derzeit wirklich viel am Computer arbeite, ist dieses kleine Projekt eine schöne Abwechslung. Außerdem werden handwerkliche Fähigkeiten mal wieder geübt, die in unseren modernen Zeiten eher verloren gegangen sind. Denn traditionelle Drucktechniken sterben irgendwie aus oder führen nur noch eher ein Nischen- und Randdasein. Und so nahm ich vorrätige Linoleumplatten, Grab- und Schnitzmesser, Farben und Ideen zur Hand und begann das Tagwerk. Denn das Wetter wurde trister und es galt Langeweile ein Schnippchen zu schlagen. Zusammen mit anderen Motiven wird das hier gezeigte Vögelchen als Bedruck für Stoffbeutel dienen, die dann als Geschenk hoffentlich Freude und Nutzen erfahren werden. Immerhin klebt auch etwas Blut am Werk: denn was schön werden soll, muss auch Leid provozieren – oder eben Schnitte mit dem Messer. Aua! Aber so weiß man eben, was man gemacht hat und unterstreicht auch dadurch die persönliche und individuelle Note des Werks!
#1

#2

#4
#3

(S.V.)

P.S.: 
Liebe Frau Kollegin: Mein Beitrag zum Welt-Grafiker-Tag sind schwarz-verschmierte Finger, verdorbene Augen und ein mittelschweres Nervenleiden – dazu dann zu gegebener Zeit mehr auf diesem Kanal. 
(D.P.)

Sonntag, 4. Januar 2015

Bumm Bumm.

Prost Neujahr – oder: Ein etwas verspäteter Einstand ins neue Jahr.


Die Einschläge kommen näher!

Wir sind wieder da! Wir haben das Geknalle und Sperrfeuer überlebt. Auch in diesem Jahr geht's weiter auf diesem "inoffiziellen" Kanal und auch auf den offiziellen Plattformen. Wir freuen uns auf neue Aufgaben, die da am Horizont schon sichtbar sind und hoffen auf ein einträglicheres Jahr. In diesem Sinne: Wir wünschen ein erfolgreiches, kreatives Jahr 2015!

(S.V. & D.P.)

Dienstag, 30. Dezember 2014

Rausschmeißer!


Kater, Katze, Mauer.
Fazit.
Es ist soweit: Das Jahr 2014 liegt siech und verschneit in den letzten Zügen. Da wird es Zeit auch hier in diesem Blog das Jahr abzuschließen und mit dem einem oder anderen Augenzwinkern, Dämonen vertreibend nachzutreten und psychohygienisch feucht durchzuwischen. Das bald vergangene Jahr ist für Planfisch nicht ganz so rund gelaufen. Ein paar wichtige Kunden kämpften mit eigenen Problemen, die oberflächlichen, austauschbaren und talentarmen Konkurrenzangebote des Internets graben uns leicht das Wasser ab und es gab auch Menschen, die sich als falsche Fuffziger (Namen nennen wir ins Blaue ratend keine – wer weiß, ob die überhaupt echt waren) entpuppten und bis heute säumig sind bei der Begleichung von Rechnungen. Shit happens...the same procedure as every year...yeah!
(S.V. & D.P.) 

Von Pupern, Pedanten und Penetranten.
"…die Flasche gehört aber in den anderen Container!" Was? Wer sagt das? Aha! Ein alter Mann, bekleidet mit grauestem Anorak und Hut, auf der anderen Straßenseite stehend, blökt das nölend herüber als ich in mich versunken Altglas entsorge. Mein erster Gedanke: "Du kannst froh sein, wenn du den Winter überlebst oder die Flasche, die ich gleich werfen will, deinen Schädel verfehlt – Arschloch!" 
Es scheint immer mehr (bevorzugt alte) Menschen zu geben, die an den kleinsten Geringfügigkeiten Anstoß nehmen. Ob kleinster Papierfetzen, der frevelhafter Weise in der Plastiktone verklappt wurde oder das freche Betreten frisch vom Schnee geräumter Fußwege – es sind die klitzekleinen Nichtigkeiten, die den pedantischen Puper zum penetranten Mahner werden lassen. Ich schiebe das nach herunterschlucken der induzierten Aggressionen und eingehender Betrachtung der entsprechenden Individuen auf mangelnde soziale Kontakte, darauf folgende Vereinsamung bei gleichzeitiger Übersensibilisierung für Nichtigkeiten bei zeitgleicher Verrohung der Umgangsformen. Wer – außer grenzsenilen Kordhutträgern und garstig fossilen Matronen  – käme schon auf die Idee Mitmenschen aufzulauern, um sie dann hinterhältig auf mikroskopische Verstöße hinzuweisen? Witzigerweise rechnen diese Frustbürgerlein nie damit, daß sie eine Reaktion hervorrufen könnten, um dann umso erstaunter und verängstigter zu reagieren, wenn man sich umdreht, einen Schritt auf sie zu macht und einen Blick voll Grimmigkeit auf sie schmeißt. Dann blitzt kurz Entsetzen auf, es wird sich abgewandt und fortbewegt...lustig. Aber es werden immer mehr – eine Schattenseite der Überalterung. Hoffentlich werde ich mal nicht so...
(D.P.)

Keine Macht den Plöden!
PEGIDA...klingt wie eine Windelsorte für Erwachsene zu DDR-Zeiten?!
Apropos Wutbürgerlein. Was seit Wochen in Dresden und anderswo für Aufregung sorgt, grämt auch mich in zunehmendem Maße. PEGIDA – Patriotische Europäer gegen die Islamierung des Abendlandes. Und wieder zeigt sich, daß der gemeine Deutsche nicht nur eine überbordende Neigung zu blödsinnigen Abkürzungen hat, sondern auch unbegründete Ängste pflegt. Bei einem minimalem Anteil von Muslimen in Sachsen schüren Rechtsausleger Ängste vor der Einführung der Scharia und Kopftuchpflicht für alle. Darüber hinaus gesellen sich andere Unzufriedenheiten und Frustrationen hinzu, die dort kanalisiert werden und sich Bahn brechen unter alkoholisierten "Wir sind das Volk"-Rufen. Zum Kotzen. Welches Volk meinen diese ach so Unzufriedenen? Das selbe Volk, das eine Wahlbeteiligungen von knapp 50% hinbekommt und am Ende Sachsen zum CDU-Einparteienstaat macht? Das selbe Volk, das gerne mal genüsslich in den Döner beißt aber dem Kebab-Mann seine Moschee nicht gönnt? Gute Nacht Abendland.
Allein die Analyse des Eigennamens dieses Aufstands der demokratischen Partizipationskrüppel lässt den abendländischen Bildungsbürger erschaudern: Patriot und gleichzeitig Europäer zu sein, beißt sich schon bei grober Denke gegenseitig in den Schwanz. Islamisierung in Sachsen ist so fern und absurd wie eine Hitzewelle in der Antarktis und das Wort Abendland ist eines der müllbeladendsten, die es im deutschen Wortschatz überhaupt gibt. Und außerdem: Was ist denn das Abendland? Wo fängt der Abend an und wo hört der Tag auf, wenn sich eine Welt weiterdreht, die zum Einen mehrere Zeitzonen hat und zum anderen eine globalisierte Welt sein will? Aber bei den verirrten Gestalten, die da in Dresden (und demnächst auch in Leipzig) marschieren, wundert es nicht, daß auch die fixe Idee der flachen Erdscheibe genauso Platz findet wie die zionistische Weltverschwörung und anderer kruder Irrsinn aus der braunen Wunderkiste einfacher Welterklärungsversuche. 
Erstaunlicherweise marschieren da tatsächlich auch Menschen mit, die immer wieder ernsthaft versuchen zu betonen, daß sie nichts mit dem braunen Mob zu tun haben wollen und immer unterstreichen, daß sie nicht gleich rechts wären, nur weil da auch NPD, AfD und Konsorten die Reihen schließen. Dem entgegne ich an dieser Stelle mal folgende Weisheit: Scheiße bleibt schlicht Scheiße, auch wenn man Nugat drauf schreibt. In diesem Sinne: Selber denken und am 12. Januar den LEGIDA-Krampen einen Strich durch die Rechnung machen! 
(D.P.)
Puderzucker!
Grüne Hölle versus Katastrophenwinter.
Alle Jahre wieder muss es sein: Weiße Weihnachten! Und alle Jahre wieder blieb es weitestgehend grün. Die armen sesselpupenden Kinder, die arme Stimmung... Warum kann es nicht mal so sein, wie es vollmundig die Werbung seit Beginn der Adventszeit Mitte August verspricht? 
Pünktlich nach Weihnachten hielt doch noch der Winter Einzug. Das war aber nicht richtig. Denn Schneeflocken, die sich im Verbund mit niedrigen Temperaturen willkürlich und im Winter vollkommen unerwartet auf Straßen, Wege und Besitzstandswahrungssymbole (SUVs etc.) legen, das geht sowas von gar nicht, daß man da dem meteorologischen Dienst eins mit der Schneeschippe überziehen möchte. Und sofort werden medial Bilder der Apokalypse bemüht: 5cm tiefe Schneeflächen versperren Rollator-Rentnern den Weg; Autos mit Sommerreifen gleiten sachte von eisglatten Straßen in angrenzende Straßengräben; der Winterdienst kann trotz gegenteiliger vollmundiger Behauptungen gewappnet zu sein seinen Pflichten nicht nachkommen, da man einfach nicht mit einem solch massivem Chaos im Winter gerechnet hat; einzelne Schneeflöckchen im Gleisbett versperren den unbeheizten Eilzügen der Deutschen Bahn in krimineller Art und Weise dreist den Weg; und als Krönung des jährlichen, weiß-kalten Weltuntergangsszenarios müssen Skipistenbetreiber ihre eingeschneiten Schneemaschinen frei räumen...der Winter 2014/15 wird bestimmt in die Geschichtsbücher eingehen als ein Winter, der sich wie all die Jahre zuvor nicht an die Regeln hält: Denn Schnee darf in Deutschland nur an bestimmten Orten und zu festen Zeiten fallen und sollte so zum Liegen kommen, daß niemand gefährdet wird und alles seinen gewohnten Gang gehen kann. Amen.
(D.P.)

Warum machen Sie es sich so schwer...?!
Die Eingeweihten und Sympathisanten der ersten Stunde wissen, daß wir Planfische ja eher nicht so wirklich leben können von dem, was wir da machen. Es gibt gute Monate und es gibt schlechte Monate. Mal reicht es für ein schönes Zubrot, mal nicht – das hypeziger Kreativaquarium ist eben ein hartumkämpfter Lebensraum. Trotz Herzblut und noch nicht verlustig gegangener Freude am kreativen Werk reicht es meist vorne kaum und hintenrum erst recht nicht zum Bestreiten des Lebensunterhalts. Staatliche Transferleistungen sind da – soviel Ehrlichkeit muss sein – eine Lösung, die stetige Suche nach einer entsprechenden Nebenbeschäftigung eine andere, die hoffentlich fruchtet – S.V. darf man die Daumen drücken. Bei der ersten Lösungsmöglichkeit sieht man sich regelmäßig konfrontiert mit bürokratischen Widrigkeiten und den wechselnden Gesichtern der Bearbeitenden Fachkräfte – denn das JC geht mit krudem Beispiel voran und betreibt extensive Jobrotation im Sinne einer befristeten Durchreiche des Staffelstabs an den Nächsten und Übernächsten... Für den Bittsteller bedeutet das immer neue Ansprechpersonen, unterschiedliche Auslegungen der Bestimmungen, stapelweises Kopieren von Unterlagen usw. usf. Als Bittsteller ist man verständlicherweise kooperativ, stets bemüht den Aufforderungen nachzukommen und bedacht, immer freundlich zu bleiben – eine Selbstverständlichkeit. Aber muss man sich mal mehr mal weniger subtil sagen lassen, daß man besser gar nichts machen könnte, um sich selbst den papierenen Aufwand zu ersparen und den Sachbearbeitern das Leben zu erleichtern? Wird ein konsequentes Engagement und Dranbleiben in diesem Bereich nicht honoriert in der allseits propagierten Leistungsgesellschaft? Sollen wir uns etwa einreihen in das Heer der Klischee-Hartzer, die schon früh um 08:00 Uhr bierbewaffnet mit wehender Alkfahne vor den Verwaltungen lungern, nur um keinen Mehraufwand zu provozieren? 
Böller statt Brot macht auch nicht satter.
Unsere Antwort lautet: Wir machen auch 2015 weiter und wünschen allen Kunden, Freunden, Sympathisanten und Unterstützern einen glatten, sturzfreien Rutsch ins neue Jahr!

(S.V. & D.P.)

Samstag, 20. Dezember 2014

Adventsbastelei 2014. [4]

Mutter, Vater, Vieh.
Die Krippe ist auf der Zielgeraden – heute gibt's für alle BastelfreundInnen den letzten Teil unserer Adventsbastelei mit den in der letzten Woche versprochenen noch fehlenden Figuren: Mutter, Vater, Ochse, Schaf und Esel. Wie gehabt die Bastelbogengrafik herunterladen, ausdrucken und dann mit Schere, Schneidmesser, Kleber und Fingerspitzengefühl die Figürchen fertigstellen und an die vorgesehenen Positionen in der Stallhütte kleben – fertig! 


# 4
In diesem Sinne: Wir wünschen allen einen gemütlichen und stressfreien 4. Advent! 


I-aaaah, Muuuuh und Määääh!

(S.V. & D.P.)

Samstag, 13. Dezember 2014

Adventsbastelei 2014. [3]

Jetzt wird es figuresk!

Pünktlich zum 3. Advent gibt es hier nun den dritten Teil des papierenen Avantgarde-Krippen-Bastelbogensatzes. Da die Konstruktion des windschiefen Stallgebäudes vollendet ist, folgen nun die ersten Figuren. Wie gehabt lädt der gewillte Papierbastler sich den hier angezeigten Bogen via Rechtsklick > Grafik anzeigen > Grafik speichern herunter und druckt sich das ganze schön auf einem stabilerem DIN A4 Blatt aus, schneidet die Einzelteile sorgfältig heraus, falzt die Flächen (dünne, weiße Punktlinien dienen zur Orientierung) und klebt die Sachen zusammen. Auf dem Stallgebäudeboden sind Markierungen angezeigt, auf die dann die Figuren mittels Klebstoff an ihren Platz fixiert werden. 


Bogen #3
Wir haben uns erspart, für jede einzelne Figur eine Falt- und Klebeanleitung zu erstellen, da diese wegen ihrer geometrischen Formgebung selbsterklärend sind. Einzig die beiden Krippenteile sind konkreter dargestellt, da hier zwei Flächen passgenau mittels Klebstoff verbunden werden müssen. Damit Probleme beim Basteln vermieden werden, sind die Arbeitsschritte auch noch fotografisch beigefügt, sodaß jeder zum Ziel gelangt.
Wie immer wünschen wir viel Spaß beim filigranen Werkeln und zum 4. Advent veröffentlichen wir an dieser Stelle dann den letzten Bastelbogen mit den noch fehlenden Figuren.


Achtung: Kleinteile können von Kindern verschluckt werden!

(S.V. & D.P.)

Samstag, 6. Dezember 2014

Adventsbastelei 2014. [2]

Bau auf, bau auf…!

Letzte Woche begonnen, geht es nun weiter mit dem nächsten Teil der originellen, avantgardistischen Planfisch-Papierkrippenbastelei für alle, denen simples Anzünden von Kerzen zu langweilig ist. Heute werden die Außenseiten des windschiefen Stallgebäudes geliefert und können montiert werden. Wie gewohnt die Schnittbogengrafik mittels Rechtsklick > Grafik anzeigen > Speichern unter runterladen, auf einem stabilerem DIN A4-Blatt ausdrucken, mit Schere oder Schneidemesser ausschneiden und auf die Außenflächen kleben. Und damit alles nachvollziehbar bleibt, sind Abbildungen der Montagezwischenzustände beigefügt – soll ja niemand behaupten, daß das nicht machbar wäre! Nächste Woche folgen die ersten Figuren, um die Kulisse feierlich zu beleben.
Bogen #2


Zwischenstand 1. Advent
…und wer heute alles richtig gemacht hat, freut sich über dieses Gebilde!

(S.V. & D.P.)

Adventsausstellung im Blumenland Engler in Miltitz.

Sehenswertes zum Nikolaustag.


Impressionen #1
Diese Gärtnerei ist was ganz Besonderes: Hier werden nicht nur Blumen, Pflanzen, Gestecke und Dekorationszubehör verkauft, sondern auch über das Jahr verteilt diverse Feste und Ausstellungen auf dem Gelände veranstaltet. So auch wieder in diesem Jahr: die Adventsausstellung mit Gestecken, Arrangements und Objektkunst von diversen Floristen zum Kaufen oder einfach nur als Anregung für die eigene Dekoration zu Hause. Wie jedes Jahr habe ich mir diese spezielle Ausstellung angeschaut, welche bereits auf ein 125jähriges Bestehen zurückschauen kann.
Impressionen #2
Diese Schau ist in einer Art Rundgang im Innen- und Außenbereich in unterschiedliche Stationen aufgeteilt. Im Außenbereich kann man z.B. bei einem gemütlichen und wärmenden Lagerfeuer die Seele baumeln lassen. Dazu wird u.a. Flammkuchen und Punsch gereicht – so kommt Winterstimmung auf und Leib und Seele werden zusätzlich erwärmt. 
Auf dem Gelände der Gärtnerei finden sich auch alte, bodentiefe Gewächshäuser, welche noch teilweise – speziell zu Ausstellungen – genutzt werden und sonst einfach ungenutzt der Witterung und Natur überlassen werden. Dies mag verwundern, schafft aber eine ganz besondere verwunschen-märchenhafte Atmosphäre. 
Die Gestecke und Arrangements sind in diesem Jahr sehr klassisch und naturbelassen gehalten, was mir persönlich sehr gefallen hat. Da es jedes Jahr ein anderes Ausstellungsthema gibt, wird man immer wieder überrascht, mit welchen Materialien gearbeitet wurde und wie diese kombiniert sind. So kann man sich einige Ideen mit nach Hause nehmen, die gewünschten Materialien bei Bedarf im Verkaufsbereich aussuchen und auch selber gestalten.

Impressionen #3
Ich finde die Adventsausstellung des Blumenland Engler immer wieder eine gelungene Abwechslung zu anderen überfüllten und überladenen Weihnachtsmärkten. Der Besuch dort ist schon zu einer Tradition geworden für mich. Und ja, als kleiner, persönlicher Tipp von mir: Das muss man mal gesehen haben: Die Ausstellung ist noch bis zum 14.12.2014 geöffnet. 

(S.V.)

Samstag, 29. November 2014

Adventsbastelei 2014. [Teil 1]

Advent, Advent, die Krippe brennt...

...ähm, Spaß beiseite. Wie schon in den vergangenen Jahren gibt es auch in diesem Jahr was zu Basteln für die Adventszeit. Aufgeteilt auf die vier Adventswochenenden, präsentieren wir hier im planfischigen Fischplan-Blog eine avantgardistische Krippe zum Selberbasteln! Der erste Advent startet mit dem Innenraum des Stallgebäudes, die Außenwände und Figuren folgen an den nächsten drei Wochenenden.
Wer also innere Einkehr durch friemelige Handarbeiten sucht bei all dem Weihnachtstrubel, darf sich das hier zu erblickende Bild via Rechtsklick runterladen, abspeichern, auf stabilem Papier DIN A4 ausdrucken und ausschneiden. Danach wie angezeigt falten, zusammenkleben und sich freuen, daß der Krippen-Stall-Innenraum fertiggestellt ist. Achtung: das Konstrukt ist windschief und frei von rechten Winkeln – aber alles passt zusammen!


Avantgarde-Krippe #1
Viel Spaß beim Basteln!

(S.V. & D.P.) 


P.S.: Warum eigentlich eine Krippe? Diese Frage ist leicht und nachvollziehbar zu beantworten.
Kollege D.P. rätselte seit Wochenmitte, welche bastelbare Kleinigkeit man zur Adventszeit posten könnte, die sich noch auf die Schnelle gestalten ließe. Und durch nächtliches Ruminieren und Erinnerungen an Eindrücke aus seiner Kindheit, kam er dann auf die Idee einen auf vier Teile ausgedehnten Krippenbastelbogen anzubieten. Nur eben etwas designermäßiger, als die üblichen Repliken barocker Advents-Paier-Krippen. Mittels SketchUp-Programm war die Erstellung der Faltvorlage kein Problem und heraus kam ein recht ausgefallener Entwurf – quasi ein expressionistischer Mini-Kulissen-Bastelbogen mit Fototexturen. Toll! (S.V.)

P.P.S.: Obwohl ich nicht religiös bin – und auch nicht beabsichtige mir einen imaginären, allmächtigen Kumpel zuzulegen, fand ich aus sentimentalen Gründen Krippen immer schön. Meine Großeltern hatten eine, die immer am Fenster stand und nur von außen sichtbar war, wenn sie von der kleinen Glühbirne beschienen wurde – das brachte mich zum staunen und träumen, obwohl ich diese kostümierten Püppchen immer etwas grotesk fand. Die schönsten dieser adventlichen Schaubilder sind ja aus atheistischer Sicht nichts weiter als Puppenstubenbau mit göttlichem Eifer...herrlich! Deswegen war es Zeit (und Not) in diese Kerbe zu schlagen und mal das Krippen-Konzept auf einfache geometrische Figuren herunterzubrechen. Zwar ist meine/unsere Version nicht so radikal wie die erhältliche mit den Holzquadern, aber umso herausfordernder! Denn innerhalb von zwei Tagen hab ich die kompletten Modellbaubögen zusammengeschustert und getestet – Fotos von der fertigen Krippe werden dann nächste Woche präsentiert! :-) (D.P.)

Dienstag, 4. November 2014

Heißer Herbst.

Kürbiskompottkasperei.
Außen orange, innen hohl...!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, der Herbst will nicht so richtig wie er eigentlich sollte und an dieser Stelle des Netzes vergaßen wir auch noch das halloweenige Kürbisfoto rechtzeitig vor der Unruhnacht zu posten...sowas aber auch?!

(S.V. & D.P.)

Montag, 21. Juli 2014

Der Mann im Mond wird 45!

Große Schritte und (leider) kleine Geister...

Heute vor 45 Jahren landeten die ersten Menschen auf dem Erdtrabanten! Ein guter Grund dieser enormen Leistung zu gedenken und all den verwirrten Rattenfängern stolz den Stinkefinger zu zeigen, die bis heute behaupten, all das wäre eine Lüge und nur Theater gewesen. Man muss nicht daran glauben, daß der Mensch seine Fußabdrücke auf dem Mond hinterlassen hat – man weiß es, weil es Beweise gibt! 

(S.V. & D.P.) 

Dienstag, 10. Juni 2014

Gut durch gebraten...

In the Heat of the Weekend: Wave-Gotik-Treffen 2014.
Es ward Licht...äh, Hitze!
Eins vorweg: es war heiß. Aber ich habe es überstanden! Und da nochimmer eine Gluthitze über Leipzig liegt, hier nur ein paar wenige Impressionen vom diesjährigen WGT – oder wie es der daheimgebliebene und dort schwitzende Kollege D.P. angesichts des medialen Fokus auf schrille Kostümierungen lakonisch nennt: Dunkelbunter Pfingst-Fasching.

(S.V.)


Siesta!
Blaue Stunde 1
Blaue Stunde 2
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gruftis...
Breit, breiter, am breitesten!

Licht!


Anmerkung:
Auch ich habe es überstanden Frau Kollegin – Hitze und Schwärze! 
Ein m.M.n. phasenweise schrilles und grelles Festival mangelnden ästhetischen Feingefühls ist zu ende gegangen. Ich hab zwar die meiste Zeit zu Hause schweißgebadet vor mich hingetrödelt, aber das Überangebot an Szene-Gestalten war nicht zu übersehen. Und von Jahr zu Jahr beschleicht mich immer mehr der Eindruck, daß das WGT für einige Exemplare kontinuierlich zu einer Kostümparade verkommt – zumindest wenn man das mediale Echo verfolgt: da ergießen sich Bild.de und Co. in regelrechten Wettstreiten, wer das noch sexiere und noch groteskere Kostüm ablichtet. Ist das wirklich die ursprüngliche Absicht gewesen? Immerhin spricht man ja hinter vorgehaltener Hand von etwa 15 Mio € Umsatz für den Einzelhandel, Tourismus und so weiter. 
Dann bis nächstes Jahr... (D.P.)


Donnerstag, 5. Juni 2014

Irgendwann zu Pfingsten...

Alle Jahre wieder – nicht nur Weihnachten.


Die Körnung lebe hoch!
Viele Worte braucht es nicht. Es ist Pfingsten. Und in Leipzig bedeutet das auch zum nunmehr zum 23. mal WGT. Scharen schwarzbunt gekleideter Weiblein, Männlein und was auch immer fluten das Stadtgebiet, Konzerte tönen, Lesungen werden lauschbar, Schaulaufstege wo man hinsieht und der lokale Einzelhandel freut sich auch. 
In diesem Sinne: Fröhliche Feiertage! 

(S.V. & D.P.)

P.S.: Als Gegenentwurf zu der unserer Meinung nach unsagbar hässlichen und in jeder Hinsicht renovierungsbedürftigen Aufmachung der WGT-Veranstalterseite verweisen wir in einem szenetypischen Anflug gespielter Arroganz auf folgende weise Feststellung: Es geht eigentlich auch in schön!

Dienstag, 22. April 2014

Ovulationen – stehend & sitzend.

Hätten wir das auch geschafft...

Es ist vorbei – Ostern 2014 ist erledigt und ja, es war sättigend! Der Eierkonsum überstieg wie in anderen Haushalten die standardisierte Marge, Schokolade und anderer Süßkram standen ebenfalls hoch oben auf der Verzehrliste und als kleiner kulinarischer Höhepunkt kann der sonntäglich selbstzubereitete Lammfiletbraten gelten, der standesgemäß in Rosmarin geschwenkt in Einheit mit köstlichen Kartöffelchen und provokanten Prinzessbohnen gereicht wurde – lecker! 
Sonst war es das übliche Prozedere: Eierkochen, Eierbemalen und -färben, Spaziergänge in die dafür bereitgestellten kommunalen Naherholungsbereiche und auch eine ausgedehnte Radfahrt zum Cospudener See. Zwar war die Strampelei erholend, der Anblick der sich im Winde kräuselnden Wasseroberfläche labend, aber die Großwetterlage doch auf Dauer ungemütlich. Immerhin blieb noch das unsäglich unoriginelle Fernsehprogramm, um den radfahrgestählten Hintern auf der Couch einer Erholungsphase zuzuführen und die bewölkten Phasen des mehrheitlich schönen Wetters zu vergessen.
Ich sparte mir zwar die x-te Wiederholung der Star-Trek-Filmreihe, aber ein paar Aufreger gab es schon. Erinnerungswürdig blieb ein Film auf ARTE: "Die Dinge des Lebens". Wer sich immer fragte, wieviele Zigaretten in einen etwa 80 minütigen Film passen, der wird verblüfft sein und verwundert husten. Michel Piccoli qualmt quasi in jeder vor- und rückblendenden Szene des Streifens Kette und sinniert über seine amouröse Midlife-Crisis bis zu dem Punkt, an dem er mit seinem Auto Opfer der nichteingehaltenen französischen StVo wird und nach filmisch detailreich festgehaltenem Crash aus dem bald Feuer fangenden Wrack geschleudert wird und auf dem Bauch zum liegen kommt. Da der Film eine einzige Rückblenden-Orgie ist, die aufklärt, wie es dazu kam, sieht man als Zuschauer genüsslich zu, wie ganz und gar  savoir-vivre schon Mittags erstmal ein Pernod gekippt, die neue Kippe an der alten angezündet und nicht angeschnallt über huckelige französische Landstraßen gerast wird. Zwischendurch ein paar Frivolitäten mit Romy Schneider an der Schreibmaschine und dann wieder – man ahnt es – eine Zigarette! Würde man spaßeshalber versuchen, sich jedes mal auch eine anzustecken, wenn der Protagonist sich einen Glimmstängel in den Mund steckt, müsste man schon nach 30 Minuten röchelnd kapitulieren. Der größte Aufreger für den mitleidenden Zuschauer war jedoch das unsäglich dämliche Ersthelferverhalten nach dem dramatischen und für die Handlung zentralen Unfall: anstatt dem Verunglückten zu helfen, ihn auf den Rücken zu drehen und Erste Hilfe zu leisten, standen die Verursacher und Gaffer nur rum und schauten dem bewusstlosen Todgeweihten beim siechen zu – was hab ich mich als alter BW-Sanitäter mit Rotwein in der Hand da aufgeregt...
Fazit: Ostern war eben wieder Ostern... Und durchaus ergiebig, was die Produktion von Grafischen betraf – und siehe, es war nicht für den Arsch! 

(D.P.)